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Was bedeutet „wir zahlen 150 % pro Stunde nach der 12. Arbeitsstunde"?

Dieselbe Formulierung kann je nach Auslegung das Doppelte oder nur den normalen Stundensatz bedeuten. Wähle Berufsgruppe und tatsächliche Gage — die Tabelle zeigt, wieviel du in jedem Szenario bekommst.

Eingaben

Wähle deinen Beruf für die KV-Mindestgage als Vorschlag.
⚠ Liegt unter dem KV-Minimum!
Die mit dem Produzenten vereinbarte Pauschalgage nach §7 KV.
Der vereinbarte Multiplikator. Standard: 1,5.

Begriffe erklärt

P — Wochenpauschalgage
z.B. 3.284 €/Woche
Die mit dem Produzenten vereinbarte Gesamtsumme pro Woche nach KV §7. Enthält alles: Grundgehalt, eingebaute Überstunden-Pauschale, Urlaubsgeld, Weihnachtsremuneration, UEL.
W — Wochengrundgage
W = P ÷ 1,385 ÷ 1,2881
P herausgerechnet um SZ/UEL (Faktor 1,2881) und Überstunden-Pauschale (Faktor 1,385). Reine Grundlohn-Basis für 40 Stunden, ohne Boni.
Ref. B — Grundstundenlohn = W ÷ 40
§9 Abs. 5 KV
Der Stundenlohn, auf den sich alle KV-Zuschläge beziehen — Nacht, Samstag, Feiertag, Überstunden. Das ist die einzig korrekte Basis für Überstunden-Berechnungen.
Ref. A — Pauschalstunde = P ÷ 60
P ÷ 5 Tage ÷ 12 Stunden
Was die Pauschalgage effektiv pro Stunde ergibt, wenn man sie auf einen maximalen 12h-Tag verteilt. Oft als Basis für „150 %" missbraucht — ergibt dann genau P ÷ 40 ohne jeden Aufschlag.
P ÷ 40 — der versteckte Normalstundensatz
= Ref. A × 1,5 !
150 % von P÷60 ergibt mathematisch exakt P÷40. Das klingt nach Überstundenzuschlag, ist aber nur der Stundensatz der vollen Pauschalgage auf 40 Stunden — null Euro Aufschlag.
Korrekte Formel für Auslegung ④
W÷40 × (1 + 1,0) × Faktor
Stundenlohn plus 100 % Überstundenzuschlag (3.+ Überstunde nach §9), dann mal dem vereinbarten Faktor. So rechnet der KV-Stundenrechner. Plus Zulagen für Nacht, Sa, Feiertag separat.